Best Practice: Cluster bringt Ideen und Partner zusammen – MIPA präsentiert Spachtelmasse mit Korkfüllstoff auf der FAKUMA

Datum: 20 Aug., 2025

Vom Nachhaltigkeitsimpuls zum marktreifen Produkt

Wie aus einer Idee ein marktreifes Produkt wird, zeigt ein erfolgreich umgesetztes Projekt unseres Chemie-Clusters: Der Lack- und Spachtelmassenhersteller MIPA SE war auf der Suche nach alternativen, nachhaltigen Füllstoffen für eine neue Produktlinie. Ziel war es, pulverförmige, unlösliche Stoffe als Ersatz für klassische mineralische Füllstoffe zu prüfen – idealerweise aus Rest- oder Recyclingmaterialien.

Unsere Rolle: gezielte Vernetzung und fachlicher Austausch

Innerhalb kurzer Zeit konnten wir MIPA drei potenzielle Partnerunternehmen vorschlagen, die über passende Materialien und Expertise verfügten. Zwei dieser Kontakte führten zu von uns moderierten Vernetzungsgesprächen – mit offenem Austausch über Anforderungen, technische Machbarkeit und Nachhaltigkeitspotenzial.

Ein Gespräch mit der Otto. A. Müller Recycling GmbH, einem auf Roh- und Reststoffe spezialisierten Unternehmen, brachte schließlich die entscheidende Idee: Korkmehl, ein feinkörniges Nebenprodukt aus der Fußbodenherstellung, könnte als funktioneller Füllstoff dienen.

Vom Probenversuch zur Produktpremiere

Korkmehl, als Sekundärrohstoff mit vorteilhaften Eigenschaften wie geringer Härte, natürlicher Farbgebung und rheologischer Wirkung, überzeugte im Praxistest als funktioneller Füllstoff in Spachtelprodukten. Diese Materialeigenschaften tragen maßgeblich dazu bei, dass das fertige Produkt über optimale Deckkraft, exzellente Schleifbarkeit und hohen Verarbeitungskomfort verfügt.

Nach internen Optimierungen präsentierte MIPA auf der FAKUMA-Messe 2024 das Ergebnis: einen styrolfreien 2K-PE-Leichtspachtel, der auf natürlichen und regenerativen Füllstoffen basiert. Das Produkt überzeugt dabei nicht nur durch seine Nachhaltigkeit, sondern auch durch seine ausgezeichneten Produkteigenschaften.

Ein starker Beitrag zur Transformation der Branche

Das Projekt zeigt beispielhaft, wie intelligente Nutzung nicht vermeidbarer Nebenströme zur Entwicklung marktfähiger, nachhaltiger Produkte führt und neue Anwendungspotenziale erschließt. Dank gezielter Partnervermittlung und Impulse aus dem Cluster konnte eine konkrete Lösung geschaffen werden, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich überzeugt.

Ihr Projekt – unser Netzwerk

Ob nachhaltige Rohstoffe, industrielle Nebenprodukte oder zukunftsfähige Rezepturen: Wir unterstützen unsere Partner dabei, neue Ansätze schnell in konkrete Produkte zu überführen. Mit Erfahrung, Branchenwissen und einem starken Netzwerk.

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