Bild: Prof. Dr. Bastian Etzold, Inhaber des Lehrstuhls für Power-to-X Technologien an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)

Von der Anfrage zum Projektantrag

Im Dezember 2024 trat Prof. Dr. Etzold, Inhaber des im Jahr 2023 geschaffenen Lehrstuhls für Power-to-X Technologien an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), mit einer konkreten Anfrage an den Chemie-Cluster Bayern heran: Unterstützung bei der Suche nach weiteren geeigneten Projektpartner:innen aus der Industrie für eine Antragstellung im Rahmen des EFRE-Förderprogramms Strategische Technologien für Europa (STEP). 


Das Ziel: ein Forschungsprojekt zur Entwicklung innovativer KI-gestützte digitaler Zwillinge zur Energieeffizienzsteigerung und Elektrifizierung der chemischen Prozessindustrie. Damit sollen Prozesse effizienter gestaltet, Kosten gesenkt und gleichzeitig ein Beitrag zur Dekarbonisierung der chemischen Industrie geleistet werden. Auch werden unterschiedliche Transitionspfade und Möglichkeiten bewertet und eine Basis für fundierte Investitionsentscheidungen geschaffen.

Schnelle Mobilisierung durch starkes Netzwerk 

Innerhalb kürzester Zeit mobilisierten wir unser Netzwerk, stellten direkte Kontakte her und erweiterte den Kreis möglicher Partner:innen, mit einem besonderen Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen, auch über unsere Mitglieder hinaus – etwa durch die Ansprache regionaler Wirtschaftsförderungen in Weiden, Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth und Behörden.  


Dank dieser gezielten Ansprache konnte ein breites und zugleich regional ausgewogenes Projektteam aufgebaut werden.  

Cluster als Katalysator: In Rekordzeit zum Projektteam 

Innerhalb von nur vier Wochen entstand ein Projektteam von elf bayerischen Unternehmen – darunter sechs KMU. Damit war die Mindestanforderung für eine Antragstellung erfüllt. 
Alle beteiligten Unternehmen signalisierten ihre aktive Teilnahme durch unterschriebene Letters of Intent (LoI). Im Juni 2025 wurde der Antrag bewilligt, im Juli startete das Projekt offiziell. 


Das Beispiel verdeutlicht, wie wir als Cluster an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Industrie wirken: Mit Branchenverständnis, langjähriger Erfahrung im Technologietransfer und direktem Zugang zu Entscheidungsträger:innen werden ambitionierte Forschungsvorhaben in tragfähige Kooperationen übersetzt. 

Stimmen der Projektpartner:innen 

Prof. Dr. Bastian Etzold, Lehrstuhlinhaber Power-2-X Technologien, FAU  
 
„Die professionelle und effiziente Zusammenarbeit mit dem Chemie-Cluster Bayern war hervorragend. Nur mit dem Netzwerk des Clusters und dem eigenen Netzwerk war es möglich in kürzester Zeit ein exzellentes Projektteam mit starker industrieller Beteiligung zusammenzustellen.“ 

Dr. Vroni Walter, Mitglied des Vorstands, Epple Druckfarben AG  

„Für uns ist die Teilnahme eine Chance, unsere Prozesse nachhaltiger und effizienter zu gestalten – und das mit modernsten digitalen Werkzeugen.“

Sebastian Ziller, Abteilungsleiter Entwicklung, Süd-West-Chemie GmbH  

„Dank der Unterstützung des Chemie-Clusters konnten wir Teil eines Projekts werden, das uns den Zugang zu modernster Technologie und innovativen Softwarelösungen eröffnet.“ 

Forschung trifft Industrie – Impulse für Bayerns Zukunft 

Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Etzold wurde im Rahmen der High-Tech Agenda Bayern und des renommierten Bayerischen Spitzenprofessurenprogramms eingerichtet. Das Projekt ist damit nicht nur ein Beispiel für erfolgreichen Technologietransfer, sondern auch ein Beitrag zur Stärkung des Wissenschafts- und Industriestandorts Bayern. 
 
Es steht zugleich sinnbildlich für die Rolle des Chemie-Clusters Bayern: Wissenschaftliche Exzellenz trifft industrielle Praxis – und daraus entstehen Kooperationen, die Innovation beschleunigen. 

Ihre Idee, unser Netzwerk – gemeinsam Innovation gestalten 

Sie haben eine Idee – wir ein stetig wachsendes Netzwerk mit 130 + Mitgliedern und die Expertise. Ob Projektinitiierung, Projektteam-Aufbau oder Fördermittelerschließung.

Sprechen Sie uns an. Wir bringen Menschen, Ideen und Innovationen zusammen – effizient, passgenau und mit Weitblick. 

Bild: Joseph Heenan (Geschäftsführer) und Venugopal Gudipati (Chief Scientific Officer) von Proteineer GmbH

In Rekordzeit zum neuen Labor 

Wie durch gezielte Vernetzung Innovation ermöglicht wird: Das CCB-Mitglied Proteineer suchte kurzfristig nach Laborflächen – und fand dank des Chemie-Clusters Bayern innerhalb weniger Wochen den passenden Standort im traditionsreichen Industrie Center Obernburg. 

Laborflächen als Engpass für Startups 

Für technologieorientierte Startups ist die Suche nach geeigneten Laborflächen oft eine zentrale Herausforderung. So auch für Proteineer, ein junges Unternehmen, das an KI-gestützter Proteinsynthese arbeitet. Um Forschung und Entwicklung weiterzuführen, benötigte das Team kurzfristig eine passende Laborumgebung, die zugleich Perspektiven für künftiges Wachstum bietet. 

Die Rolle des Clusters 

Anfang Mai 2025 wandte sich Proteineer mit dieser Anfrage an den Chemie-Cluster Bayern. Innerhalb weniger Tage schlug der Cluster geeignete Alternativen vor, darunter das Industrie Center Obernburg– ein etablierter Industriestandort am bayerischen Untermain mit über 100-jähriger Tradition. 

Durch die gezielte Vernetzung des Clusters kam es schnell zum Austausch zwischen Proteineer und ICO: Nach einem ersten Telefonat folgte zeitnah eine Vor-Ort-Besichtigung. Innerhalb von nur vier Wochen stand fest: Proteineer kann im ICO eine Laborfläche beziehen und diese gemeinsam mit einem weiteren Unternehmen nutzen. 

Ergebnis – Tradition trifft High-Tech 

Die schnelle Vermittlung zeigt, wie wertvoll der Cluster als Bindeglied zwischen innovativen Startups und etablierten Industriepartnern ist: 

  • Proteineer erhält Zugang zu einer flexiblen Laborlösung in einem Umfeld mit idealer Infrastruktur. 
  • Die Betreibergesellschaft des ICO, die  Mainsite, gewinnt ein dynamisches Jungunternehmen. 
  • Der Chemie-Cluster Bayern beweist erneut seine Rolle als Enabler, der durch effektive Vernetzung die industrielle Transformation unterstützt. 

So trifft ein traditionsreicher Standort mit 100 Jahren Geschichte auf zukunftsweisende High-Tech-Innovation – ein starkes Beispiel dafür, wie Vernetzung den Weg für neue Entwicklungen ebnet. 

Stimmen der Partner  

🧬 Proteineer (Joseph Heenan, Geschäftsführer): 
„Ohne die Unterstützung des Chemie-Clusters Bayern hätten wir so schnell keine passende Laborfläche gefunden. Das Netzwerk hat uns in kürzester Zeit mit den richtigen Partnern zusammengebracht.“

🏭 Mainsite (Sebastian Krug, Leiter Standortentwicklung): 
„Wir freuen uns, mit Proteineer ein junges und innovatives Unternehmen an unserem Standort begrüßen zu dürfen. Die Verbindung entstand durch den Chemie-Cluster Bayern – ein gutes Beispiel, wie Vernetzung echten Mehrwert schafft.“ 

Ihre Idee – Unser Netzwerk 

Sie möchten mehr über die Möglichkeiten im Netzwerk erfahren oder stehen selbst vor ähnlichen Herausforderungen? 
 
Dann melden Sie sich gerne beim Team des Chemie-Clusters Bayern – wir unterstützen Sie dabei, die passenden Partner:innen zu finden und Ihre Ideen voranzubringen.

Der CCB-Dialog: CSRD im Fokus ist ein digitales Austauschformat für unsere berichtspflichtige mittelständische oder interessierten Mitgliedsunternehmen, die sich mit der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) befassen. In einer vertraulichen Runde teilen die Teilnehmenden ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze – offen, praxisnah und kollegial. 

Das Format wurde 2024 auf Wunsch eines Mitgliedsunternehmens ins Leben gerufen. Nach einem vorbereitenden Vortrag des Deutschen Nachhaltigkeitskodex fand im Januar 2025 der erste virtuelle Austausch statt. Aufgrund der positiven Resonanz wurde der Dialog am 1. Juli 2025 fortgesetzt – mit Fokus auf aktuelle regulatorische Entwicklungen und der Frage: Wie gehen andere Mittelständler mit den neuen CSRD-Anforderungen um? 

Sie möchten dem CCB-Dialog beitreten oder sich über zukünftige Termine informieren? Dann melden Sie sich gerne bei uns!  

Am 1. Juli 2025 wurde das Bootshaus in Nürnberg zum Treffpunkt für Innovation, Unternehmertum und Zukunftsdenken: Pitch & Bond – The Chemistry of Innovation brachte Start-ups, Industrie und Investor:innen zusammen – für einen Abend voller Ideen, Impulse und echter Verbindungen. 

Organisiert wurde das Event gemeinschaftlich vom Chemie-Cluster Bayern (CCB) und ChemSPACE / TUM Venture Labs – mit dem Ziel, Innovation im Bereich Chemie nicht nur zu denken, sondern aktiv zu gestalten. 

💡 Innovation trifft Realität 

Insgesamt 15 Start-ups präsentierten ihre Lösungen an der Schnittstelle von Chemie, Circular Economy, Digitalisierung und Materialinnovation. Ob KI-gestützte Materialforschung, biobasierte Produkte oder neu gedachte Wertstoffkreisläufe – die Pitches zeigten eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Herausforderungen mit Unternehmergeist begegnet werden. Mit dabei waren u. a.: 
Lignopure, Mycolever, blue activity, ZAITRUS, Fluvion, Twogee Biotech, Cyclize, AC Biode, CircularFabrics, xemx materials, space exploration GmbH, ExoMatter, ESy-Labs GmbH, COLIPI, Qkera und AccelionTech. 

🧪 “Try it… you might like it.” 

Ein besonderes Highlight des Abends war die Keynote von Boris Buchtala (Bosch Research). Unter dem Titel Venture Clienting gab er einen ehrlichen, praxisnahen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Start-ups und Großunternehmen – mit klarer Botschaft: Weniger reden, mehr machen. 

👥 Begegnung auf Augenhöhe 

Pitch & Bond war nicht nur Bühne für Technologien, sondern vor allem ein Raum für echten Austausch. Das zeigte sich auch im Foto-Challenge unter dem Motto “Take a photo of your Innovation Hero” – ein kreativer Aufruf zur Wertschätzung der Menschen hinter den Ideen. 

🤝 Gemeinsam möglich gemacht 

Ein großer Dank gilt dem Organisationsteam des Chemie-Cluster Bayern, insbesondere Dr. Theresa Dörres und Sabine Reising, sowie dem Team von TUM Venture Labs / ChemSPACE um Dr. Sabine Oldemeyer, die das Event als starke Partner:innen gemeinsam realisiert haben. 

Wir danken allen Beteiligten, Gästen und Partner:innen, die diesen Abend so besonders gemacht haben. 
Let’s keep bonding – und bis nächstes Jahr bei Pitch & Bond 2026! 

Am 1. Oktober 2024 fand im Karl-Bröger-Haus in Nürnberg der Chemistry Pitch Day 2024 statt, organisiert von Chemie-Cluster Bayern und dem High-Tech Gründerfonds (HTGF). Diese Veranstaltung bot innovativen Start-ups aus der Chemie- und Biotech-Branche die Möglichkeit, ihre zukunftsweisenden Technologien einem breiten Fachpublikum aus Investoren, Industrie, Politik und Wissenschaft zu präsentieren. Neben den spannenden Pitches standen inspirierende Keynotes sowie wertvolles Networking im Mittelpunkt.

Bayerische Impulse für die Zukunft der Chemie

Den Auftakt bildete eine Keynote-Session zur nachhaltigen Chemie in Bayern. Dr. Roland Appel vom Verband der Chemischen Industrie Bayern (VCI) hob in seiner Rede die Rolle der bayerischen Chemieindustrie als Treiber für Innovation und nachhaltige Transformation hervor. Ergänzt wurde dies durch Beiträge von Dr. Christian Geltinger vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, der die Chancen nachhaltiger Innovationen für bayerische Unternehmen betonte. Dr. Laura Lautenschläger von der BioCampus Straubing GmbH stellte schließlich vor, wie Start-ups in Bayern durch gezielte Unterstützung im Bereich Bioökonomie gefördert werden, wie z.B. dem Plan B Wettbewerb für Jungunternehmen und der im Bau befindlichen Multi-Purpose-Anlage am Hafen Straubing-Sand.

Die Pitches: Innovationen für eine grünere Zukunft

Die Pitch-Session des Vormittags stand ganz im Zeichen des Wasserstoffs, einem essenziellen Element für die nachhaltige Transformation und Defossilisierung der Industrie

ReCatalyst aus Slowenien, präsentiert von Tomaz Bizjak, stellte seine Technologie zur effizienteren Nutzung von Edelmetallen in Brennstoffzellen und Wasserstoff-Elektrolyse-Anwendungen vor. Dies ist besonders relevant für die Reduzierung der Kosten und die Förderung der Nachhaltigkeit.

ionysis, präsentiert von Lisa Langer, bringt eine bahnbrechende Technologie auf den Markt, die fluorierte Materialien durch innovative Kohlenwasserstoff-Materialien ersetzt, um Wasserstoffanwendungen nachhaltiger zu gestalten.

elementarhy, vorgestellt von Arne Birth, bietet skalierbare elektrochemische Lösungen für die Wasserstoffindustrie, um eine emissionsfreie Gesellschaft zu unterstützen

Am Nachmittag wurden die Pitches fortgesetzt, wobei Start-ups aus verschiedenen Bereichen der Chemie und Biotechnologie ihre Lösungen vorstellten:

CYNiO, vorgestellt von Michéle Tille, nutzt CO2, um kosteneffizient nachhaltige Isocyanate für die Industrie herzustellen. Diese patentierte Technologie ermöglicht es, eine Vielzahl von Chemikalien günstiger als herkömmliche Anbieter zu produzieren und dabei sogar Emissionen zu reduzieren.

HeiQ Xpectra, präsentiert von Dr. Oliver Zech, revolutioniert die Isolierungstechnologie mit einer 25% besseren Leistung und einer erheblichen Kosten- und Zeiteffizienz, die zur Erreichung der Ziele des EU Green Deals beitragen.

Sustanix, vertreten durch Sarvesh Poddar, entwickelt Beschichtungen und Additive, die vollständig pflanzenbasiert und recycelbar sind. Ziel ist es, fossile Polymere in Verpackungen und Kosmetik zu ersetzen.

Vor der Kaffeepause gab Prof. Dr. Dirk Honold von der Technischen Hochschule Nürnberg in seiner Keynote mitreißende Einblicke, wie Start-ups in der Chemie- und Biotechnologie gefördert und unterstützt werden können, damit das Innovationspotenzial in Deutschland angemessen genutzt werden kann.

Den Abschluss des Tages bildeten vier weitere spannende Pitches mit Fokus auf die stoffliche Nutzung von CO2.

Power2Polymers, präsentiert von Dr. Guido Schroer, stellte eine nachhaltige Technologieplattform vor, die den Spezialpolymermarkt revolutionieren soll, indem maßgeschneiderte, leistungsstarke Materialien entwickelt werden.

Co2ol Catalyst, vorgestellt von Dr. Christian Weilach, entwickelt eine Technologie zur Umwandlung von CO2-Emissionen in Methanol mittels eines schwefelresistenten Katalysators.
Copper Lavender AB, präsentiert von Denys Shevchenko, will petrochemische Produkte durch erneuerbare Alternativen aus CO2 ersetzen.

CO2BioClean GmbH, präsentiert von Dr. Fabiana Fantinel und Dr. Josef Glass, nutzt CO2 als Rohstoff zur Produktion biologisch abbaubarer Polymere, die kostengünstig und vielseitig einsetzbar sind.

Zwischen den Pitches und während der Pausen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich ausgiebig auszutauschen und zu vernetzen. Die Veranstaltung bot eine ideale Plattform für den Dialog zwischen Start-ups, Investoren und Experten der Chemiebranche. Viele wertvolle Kontakte wurden geknüpft, die hoffentlich in zukünftige Kooperationen münden werden.

Dadurch war der Chemistry Pitch Day 2024 ein Tag voller zukunftsweisender Ideen und wertvoller Netzwerkmöglichkeiten, der das enorme Potenzial der Chemiebranche für die nachhaltige Transformation unserer Gesellschaft verdeutlichte.

Unser herzlicher Dank gilt dem High-Tech Gründerfonds für die Zusammenarbeit, die dieses Highlight des Jahres 2024 erst möglich gemacht hat. Wir freuen uns auf die weiteren Entwicklungen der anwesenden Start-ups und verfolgen gespannt die kommenden Meilensteine.

Wir hoffen die nachfolgenden Eindrücke erwecken auch bei Ihnen Vorfreude für die nächste Ausgabe des Chemistry Pitch Days!

Impressionen vom Event “Klein MIT Groß” – Copyright: German Popp / Fotoatelier im Hafen

Im April diesen Jahres stand eines unserer Jahreshighlights im Eventkalender an: unser KOOPERATIONS- UND PITCHING-EVENT “KLEIN MIT GROSS – GEMEINSAM FÜR MEHR NACHHALTIGKEIT!? in der einzigartigen Location Kraftzentrale in Straubing.

Ganz groß geschrieben an diesem Abend: KOOPERATION – so fand die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit unseren Partnern vom BioCampus Straubing GmbH und im Rahmen des Start-up Wettbewerbs PlanB – Biobasiert.Business.Bayern. statt.

Ziel: Kooperationen aller Art für mehr Nachhaltigkeit aus verschiedenen Perspektiven in den Mittelpunkt stellen:

Mit drei inspirierenden KEY NOTES lieferten das Tandem Kelheim Fibres GmbH mit Dominik Mayer und Sumo GmbH mit Caspar Boehme, Aurel Specker von Sihl GmbH und Dr. Nik Raupp vom High-Tech Gründerfonds Einblicke in verschiedene Formen der Innovationszusammenarbeit zwischen Corporates und Start-ups, aber auch Investierenden.

Vier CORPORATE REVERSE PITCHES lieferten viel Material für die anschließenden Speed Round Tables: Dichtungstechnik Wallstabe & Schneider GmbH & Co. KG mit Tobias Proksch, SONAX GmbH mit Dr. Mikhail Meilikhov, Südzucker Gruppe mit Dr. Sebastian Kunz und Wacker Chemie AG mit Dr. Eva Maria Hahn präsentierten aktuelle Nachhaltigkeits-Challenges aus ihren jeweiligen Unternehmen, die sie gerne in Kooperation mit Innovationspartnern und Startups angehen möchten.

Nicht zu kurz kam natürlich auch das Netzwerken – denn ohne Gespräche keine Kooperation! In abschließenden SPEEDROUNDTABLES wurden alle Challenges diskutiert und Ergebnisse festgehalten. Beim anschließenden lockeren Austausch an 11 Start-up Ständen ließen die ca. 80 Gäste bei gutem Essen den Abend ausklingen.

Für uns besonders genial: ein Kooperationsevent mit so tollen Partnern ausrichten zu dürfen! Danke an Ann-Kathrin Wagner und Sophia Friedl vom BioCampus Straubing GmbH für die tolle Zusammenarbeit!

Unser herzlicher Dank geht auch an unsere Mitglieder Sihl GmbH, SONAX GmbH & Wacker Chemie AG für Ihre aktive Unterstützung im Rahmen des Event mit Ihren Vorträgen und Nachhaltigkeits-Challenges.

Wie kann der Transfer zwischen der Spitzenforschung in Deutschland und der Wirtschaft gefördert werden? Wie bringt man Finanzierung, Talente, Forschung und Industrie zusammen und baut ein Ökosystem für Transfer und Innovation auf?

Eine Antwort auf diese Frage bot die interaktive Veranstaltung TRANSFERleben 2021, organisiert und veranstaltet von Bayern Innovativ, mit Unterstützung vom Fraunhofer-Institut IIS und dem Center for Digital Technology and Management. Am 12. November 2021 nahmen wir vom Chemie-Cluster Bayern an dieser Veranstaltung teil. Nach zwei gelungenen Vorträgen von Nicole Büttner-Thiel, CEO von MerantixLABS, und Prof. Dr. Helmut Schönenberger, CEO der UnternehmerTUM, erwarteten uns zwei spannende Workshops rund um die Themen digitale Technologien für Kreislauflösungen und Stärkung der Innovationskraft des Mittelstandes. Insgesamt war die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, um neue Kontakte zu knüpfen und unser Wissen zu erweitern. Der Austausch mit dem Fraunhofer-Institut IIS und dem Center for Digital Technology and Management wird nicht nur weitergeführt, sondern die weitere Zusammenarbeit und die gemeinsame Veranstaltung von Workshops geplant.

Das Netzwerken auch in Online-Veranstaltungen funktioniert, konnte im dritten Online-Seminar des Cross-Cluster Projektes eindrucksvoll bewiesen werden. Auf der Online-Plattform gather.town erschuf der Cluster eine kleine Welt, in der man mit seinem Avatar herumlaufen konnte. Dies ermöglichte einen interaktiven Austausch zwischen den einzelnen Teilnehmern in bi- oder trilateralen Gesprächen, der im Rahmen einer typischen Online-Konferenz schwer zu realisieren ist. Dieses Angebot wurde vor allem am Ende der Veranstaltung ausgiebig genutzt. Zusätzlich wurden, aufbauend auf Vorabinformationen, in verschiedenen Räumen gezielte Matchmakings in die Wege geleitet. In diesen virtuellen Räumen konnten die Teilnehmenden unter angeleiteter Moderation sich gegenseitig vorstellen, sowie über die Chancen und Herausforderung der Partneridentifizierung diskutieren. Zusätzlich wurde eine Online-Pinnwand mit Angeboten und Gesuchen bereitgestellt, die rege genutzt wurde. Aus den Matchmaking-Sessions und der Pinnwand konnten direkt oder im Nachgang über 30 Vernetzungen realisiert werden.

Hand in Hand organisierten der Chemie-Cluster Bayern und der Cluster Neue Werkstoffe den diesjährigen Startup-Tag 2019, der mit rund 60 TeilnehmerInnen gut besucht und ein voller Erfolg war. Nach den Grußworten von Laura Kühn und Dr. Tobias Schwarzmüller und einer kurzen Vorstellung des Tech-Incubators Zollhof durch Anne Braun startete die Veranstaltung mit dem ersten von drei Impulsvorträgen.

Dr. Konstantinos Antonopolous von mk2 Biotechnologies sprach basierend auf eigenen Erfahrungen zum Thema „Gründung und Kooperation aus Startup-Sicht“. Offen und ehrlich diskutierte Antonopolous Probleme und Hürden für Startups, enttäuschte Erwartungen von Unternehmen und gab außerdem wichtige Hinweise für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Besonders ans Herz legt er Unternehmen zum Beispiel, Startups auf Augenhöhe, mit Wertschätzung und Begeisterung zu begegnen und eigene Bedarfe offen zu benennen.

Dr. Johannes Wehner von Kador & Partner gab anschließend Einblick in zu beachtende Details in Geheimhaltungsvereinbarungen zu Beginn einer Kooperation und informierte, wie geistiges Eigentum gesichert werden kann. Er rät jungen Unternehmen, vor allem mit sensiblen Informationen vorsichtig umzugehen und „beim Pitch nur so viel wie nötig [zu] präsentieren, um Interesse zu wecken.“

Als Best Practice Beispiel einer erfolgreichen Startup-KMU-Kooperation präsentierte Gregor Schneider die Zusammenarbeit zwischen der RAS AG und Leonhard KURZ. Nachdem die beiden sich im Oktober 2018 auf Initiierung des Chemie-Clusters kennenlernten, gelang bereits ein Jahr später die erfolgreiche Produktentwicklung für antimikrobielle Oberflächen. Diese besonders schnelle Zusammenarbeit war insbesondere möglich, weil beide Parteien eine bemerkenswerte Offenheit, Entscheidungsfreude und Verbindlichkeit mitbrachten. Herr Schneider betont, dass die Entwicklung eines marktfähigen Produktes innerhalb eines Jahres ein Glücksfall ist, da dies oft mehrere Jahre dauert.

Beim Startup-Karussell, eine Art Speed-Dating für Unternehmen, hatten die Teilnehmenden anschließend in Kleingruppen die Gelegenheit, die neun Startups genauer kennenzulernen. Nachdem die Gründer innerhalb von fünf Minuten sich und ihre Produkte vorgestellt haben und nach weiteren fünf Minuten Frage und Antwort, wanderte jede Gruppe eine Station weiter. Bei Kaffee und Kuchen konnten anschließend die dadurch entstandenen, zahlreichen Gespräche vertieft werden.

Wir bedanken und bei allen Referenten, Startups und Teilnehmenden für den Erfahrungsaustausch und die lebhaften Fachdiskussionen!

Am 9. Oktober 2019 nahm der Chemie-Cluster am Brokerage Event “Horizon 2020 for the Circular Economy & Transforming Industry (#CETI_H2020)” in Warschau teil. Dabei konnten wir – auch im Auftrag unserer Clustermitglieder – zahlreiche Kontakte zu Experten und Unternehmen aus ganz Europa knüpfen, die den Aufbau von EU-finanzierten internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten ermöglichen.