
01.01.2026 – 31.12.2026
Das Projekt wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Das Cross-Cluster-Projekt Restoff wird umgesetzt vom Umweltcluster Bayern und dem Chemie-Cluster Bayern.
Mit der Fortschreibung der bayerischen Kreislaufwirtschaftsstrategie (BayKWS) rückt die gezielte Förderung von Ressourceneffizienz, stofflicher Wiederverwendung und die Vernetzung relevanter Akteure entlang der Wertschöpfungsketten stärker in den Fokus. Insbesondere im Bereich Kunststoffrecycling besteht hoher Handlungsdruck – sowohl aufgrund regulatorischer Entwicklungen auf EU-Ebene als auch mit Blick auf unternehmerische Anforderungen an Rohstoffsicherung.
Zahlreiche Unternehmen in Bayern sind bereits im mechanischen und chemischen Recycling tätig. Was bislang fehlt, ist eine strukturierte und transparente Übersicht darüber, welche Unternehmen welche Kunststoff-Stoffströme verarbeiten können und welche Technologien (z. B. Depolymerisation, Extrusion oder Pyrolyse) zur Verfügung stehen. Diese Transparenz ist eine zentrale Voraussetzung, um Stoffkreisläufe zu schließen, Unternehmen gezielt zu beraten und die Entwicklung zirkulärer Geschäftsmodelle voranzutreiben.
Ziel des Cross-Cluster-Projekts Restoff ist der Aufbau einer belastbaren Datenbasis für das Matching von Abfall- und Sekundärstoffströmen mit passenden Recyclingunternehmen, zunächst vorrangig in Bayern. Fokussiert werden Kunststoffströme im mechanischen und chemischen Recycling.
Kurzfristig entsteht durch die systematische Erhebung, Strukturierung und Aufbereitung von Daten ein direkter Mehrwert für die Clusterarbeit. Umweltcluster und Chemie-Cluster Bayern können ihre Mitglieder gezielter beraten, Vernetzungen entlang der Wertschöpfungsketten initiieren und Marktakteuren eine bessere Orientierung bieten.
Langfristig bildet die Datenbasis die Grundlage für eine digitale Lösung, die perspektivisch an bestehende Plattformen angebunden und auf weitere Materialkategorien (z. B. Metalle, Keramik oder Verbundstoffe) übertragen werden kann.
Das Projekt richtet sich an:
Im Projekt werden folgende Schritte umgesetzt:
Mit seinen Ergebnissen leistet das Projekt einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der bayerischen Kreislaufwirtschaftsstrategie. Es verknüpft Digitalisierung, Ressourceneffizienz und Industriekooperation und schafft die Grundlage für Folgeprojekte – etwa in Form digitaler Tools oder Plattformlösungen –, die auf andere Branchen übertragbar sind.
Interessierte Organisationen können sich aktiv in das Projekt einbringen.
Für weitere Informationen steht Ihnen gerne Dr. Kerstin Schindler (Chemie-Cluster Bayern) zur Verfügung: