Mit dem dritten WeReLaNar fand die Online-Seminar-Reihe des Cross-Cluster Projekts WeReLaNa* ein erfolgreiches Ende. Als abschließender Baustein war das finale WeReLaNar der Partneridentifizierung im bioökonomischen Rahmen gewidmet.

Rund 30 Teilnehmende, darunter Cluster Mitglieder und interessierte Vertreter:innen aus Forschung, Industrie, Start-ups und clusterähnlichen Einrichtungen kamen am 27. Oktober auf der interaktiven Plattform gather.town zusammen, um über die Partneridentifizierung für Reststoffe der Land- und Ernährungswirtschaft zu diskutieren und sich aktiv zu vernetzen.

Zu Beginn wurden den Teilnehmenden durch Guillaume Waeber (Projektmanager an der Geschäftsstelle Bioökonomie der Universität Hohenheim) spannende Einblicke in das Projekt Bio-PartnerBW gewährt und explizit auch die Lessons Learned dieser Initiative diskutiert. Dieses Projekt unterstützt gezielt die Partneridentifizierung in der Schnittstelle von Akademia und Industrie. Anschließend berichtete Ann-Kathrin Wagner (Leiterin biobasierte Wirtschaft am Biocampus Straubing) über die Entwicklungen der Bioökonomie aus der Sicht eines regionalen Netzwerks. Neben der Diskussion der Herausforderungen von bioökonomischen Umsetzungen, wurden ebenfalls klare Lösungsansätze aufgezeigt und wertvolle TakeAwayMessages mitgegeben, u.a.:

  • „nichts ersetzt Kontakte & Wissen einzelner Personen –   individueller Bedarf braucht individuelle Vermittlung“,
  • „alle Beteiligten müssen offen für Kompromisse sein / Mut haben“, oder auch
  • „eigene Kompetenzen und die anderer kennen“!
Die Networking Plattform erlaubte den interaktiven Austausch mit anderen Teilnehmenden.

Der zweite Teil des Seminars war ganz dem Matchmaking der Teilnehmenden gewidmet. Die ausgewählte Plattform erlaubte es eine kleine Welt aus verschiedenen Räumen zu gestalten in der man mit seinem Avatar herumlaufen konnte, um so den Austausch mit anderen Teilnehmenden noch interaktiver zu ermöglichen. Dieses Angebot wurde vor allem am Ende der Veranstaltung ausgiebig genutzt.

Bei der Anmeldung zur Veranstaltung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit einen Fragebogen auszufüllen. Aufbauend auf diesen Informationen wurden die Teilnehmenden in thematisch passende Matchmaking-Räume eingeteilt. In diesen virtuellen Räumen konnten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen unter angeleiteter Moderation einander kurz vorstellen und gemeinsam Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten bezüglich der Partneridentifizierung erarbeiten und ebenfalls einmal „Wunschkonzert spielen“. Diese wertvollen Beiträge werden ein Teil der Handlungsempfehlungen sein, welche die Cluster im Rahmen des Projektes veröffentlichen werden. Schon innerhalb dieser Sessions kam es zu diversen, konkreten Vernetzungen, die im Nachgang weiter verfolgt werden.

Visitenkarten Pinnwand zur aktiven Vernetzung.

Aufbauend auf den Anmeldedaten wurden ebenfalls „Visitenkarten“ generiert, die auf einem Online-Whiteboard für alle einsehbar waren. Hier konnten die Besucher Interesse an einer Vernetzung bekunden. Das Team des Cross-Cluster Projekts ist nun aktuell mit der Zusammenführung dieser vielzähligen Kooperationsgesuche beschäftigt.

Sollten Sie ebenfalls Interesse an einer Vernetzung haben, kontaktieren Sie gerne die beteiligten Cluster. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen - vernetzen Sie sich gerne auch untereinander in unserer LinkedIn-Gruppe

Die Aufzeichnung dieses und der weiteren Online-Seminare finden Sie unter: https://www.gotostage.com/channel/cross-cluster-projekt-werelana

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*Cross-Cluster-Projekt WeReLaNa -

"Wertschöpfungsnetzwerke für die Nutzung von Reststoffen in und aus der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie als Innovationsmotor für die Bioökonomie"

Eine Initiative der Cluster:

•           Chemie-Cluster Bayern GmbH

•           Cluster Ernährung am KErn (Kompetenzzentrum für Ernährung)

•           Umweltcluster Bayern (Trägerverein Umwelttechnologie-Cluster Bayern e.V.)

Gefördert vom Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, im Rahmen der Förderinitiative “Cross-Cluster-Bayern Bioökonomie”.

Mehr Informationen zum Projekt „WeReLaNa“ finden Sie unter: www.chemiecluster-bayern.de | www.cluster-bayern-ernaehrung.de | www.umweltcluster.net

Bild: Otto A. Müller Recycling GmbH

Das Cross-Cluster Projekt WeReLaNa* ist in seine Online-Seminarreihe (WeReLaNar) gestartet. Das Projekt hat unter anderem das Ziel neue Wertschöpfungsnetzwerke für Roh- und Reststoffe der Land- und Ernährungswirtschaft für Interessierte und Cluster Akteur:innen aufzuzeigen und somit die Bioökonomie in Bayern weiter zu stärken. 

Ende April fand das erste WeReLaNar zum Thema “Bioökonomie auf regionaler Ebene” statt. Rund 50 Personen, u.a. Cluster Mitglieder und interessierte Vertreter:innen aus der Forschung, Industrie und Politik haben an dem 2-stündigen, interaktiven Online-Seminar teilgenommen.  

Im ersten Teil des Online-Seminars fanden die Impulsvorträge von dem Bioökonomie-Experten Dr. Martin Reich (BIOCOM AG) und der Recycling-Firma Otto A. Müller Recycling GmbH statt. Der Wissenschaftler Dr. Martin Reich gab einen Überblick über den Status Quo der Bioökonomie und stellte zusätzlich die verschiedenen weltweiten Bioökonomie Strategien vor und wie sie sich voneinander unterscheiden. Ein Fazit seines Vortrags war, dass es noch vielschichtige Herausforderungen auf dem Weg zu einer erfolgreichen Bioökonomie gibt: regulatorisch, logistisch, betriebswirtschaftlich und verfahrenstechnisch.  

Im Anschluss gaben Jan Neuber und Jens Ottmüller von der Otto A. Müller Recycling GmbH Einblicke in ihre tägliche Arbeit als Roh- und Reststoffdetektive. Ohne Pandemie, wären Sie aktuell “auf den Straßen” unterwegs um neue Stoffströme aus Nebenströmen zu ermitteln. Es wurden auch hier einige Praxis-Beispiele aus Upcycling Prozessen vorgestellt, u.a. wie aus Kaffeeresten Bodenbeläge hergestellt werden, oder wie aus Mandelschalen Klebstoff gemacht wird. Hindernisse auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft sind die langsamen Anpassungen der Regelungen und Gesetze in der EU. Auch fehle oftmals das Know-how für das Upcycling. “Ohne geschlossene Nebenströme ist eine Kreislaufwirtschaft auf jeden Fall undenkbar”, schlussfolgert Jan Neuber.

Aufbauend auf den Impulsvorträgen wurden in einer spannenden Diskussion die Herausforderungen der Bioökonomie auf regionaler Ebene weiter diskutiert, aber vor allem auch deren Möglichkeiten. Zusätzlich wurden einige Fragen von interessierten Teilnehmenden beantwortet: Ist die Politik, die Forschung oder die Wirtschaft am ehesten der Treiber für ein nachhaltiges Wertschöpfungsnetzwerk? Und was sind die größten Nutzungskonkurrenzen im Bereich Reststoffverwertung?  

Die komplette Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link: https://www.gotostage.com/channel/cross-cluster-projekt-werelana 

Die nächsten WeReLaNar’s sind wie folgt geplant: 

  • 2. WeReLaNar zu "Blockchain und Rohstoffhandel | Plattformen und Börsen", am 23.06. (09:30-11:30 Uhr)  
  • 3. WeReLaNar zu "Partneridentifizierung und Matchmaking", 08.09. (09:30-11:30 Uhr)  

Lernen Sie unser Projekt und alle Beteiligten kennen! Treten Sie gerne unserer LinkedIn-Gruppe bei, so bleiben Sie auf dem neuesten Stand - Wir freuen uns auf Sie!  

Anmeldung unter: https://register.gotowebinar.com/register/3280434037205493263  

Die Teilnahme ist kostenfrei, die Vorträge der Online-Seminarreihe werden aufgezeichnet. 

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*Cross-Cluster-Projekt WeReLaNa - 

"Wertschöpfungsnetzwerke für die Nutzung von Reststoffen in und aus der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie als Innovationsmotor für die Bioökonomie" 

Eine Initiative der Cluster:  

  • Chemie-Cluster Bayern GmbH
  • Cluster Ernährung am KErn (Kompetenzzentrum für Ernährung) 
  • Umweltcluster Bayern (Trägerverein Umwelttechnologie-Cluster Bayern e.V.) 

Gefördert vom Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, im Rahmen der Förderinitiative “Cross-Cluster-Bayern Bioökonomie”. 

Wertschöpfungsnetzwerke für die Nutzung von Reststoffen in und aus der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie als Innovationsmotor für die Bioökonomie

Projektziel

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist das Eröffnen von Innovationsräumen für die Nutzung von Reststoffen aus der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie – zunächst in der Projektregion Oberfranken, jedoch unter Berücksichtigung von Transferpotenzialen für ganz Bayern – sowie die Vernetzung von Stakeholdern entlang der betreffenden Wertschöpfungsketten bzw. -netzwerke. Dem sektorübergreifenden Charakter der Bioökonomie entsprechend, bündeln hier die drei Projektpartner Chemie-Cluster Bayern, Cluster Ernährung und Umweltcluster Bayern ihr Wissen. Durch den Austausch von Knowhow aus der Recycling- und Chemiebranche bis hin zu Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie werden Unternehmen für das Thema Bioökonomie und biobasierte Geschäftsmodelle und Prozesse sensibilisiert. Die Einbindung von Cluster-Mitgliedern und weiterer Akteur:innen soll zum Entstehen neuer, branchenübergreifender Wertschöpfungsnetzwerke beitragen. Hierbei spielt auch ein stetiger Austausch mit anderen bayerischen Netzwerken, Gremien, Instituten und Forschungseinrichtungen eine wichtige Rolle. Grundlage der Vernetzung und Erschließung von Innovationspotenzialen ist die Schaffung einer Informations- bzw. Datenbasis. Darüber hinaus sollen “Begegnungsmöglichkeiten” für Akteur:innen in diesem Bereich geschaffen werden, in denen Innovationen angestoßen, neue Geschäftsfelder erschlossen und die Beziehungen zwischen bayerischer Wirtschaft und Wissenschaft durch Transfer von Technologie und Knowhow am Innovationsstandort Bayern gestärkt bzw. neue Kooperationen initiiert werden

Erste Schritte

Mapping von Stoffströmen biogener Reststoffe und Akteur:innen: Zu Beginn des Projektes soll auf Basis vorhandener Tools und Plattformen ein Überblick über relevante Reststoffe und Akteur:nnen in Bayern, speziell im Bereich Oberfranken, gewonnen werden - als Grundlage für die Auswahl von Best Practices und um Vernetzungspotenziale zu schaffen.

Best Practices: Ein Augenmerk des Projektes liegt somit auf der Identifikation von Best Practices, die Reststoffe besonders effizient und ökologisch vorteilhaft verwerten, also auf Ansätzen, die auf das Up- oder Recycling von Reststoffen fokussieren und die Kriterien Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit berücksichtigen. Durch das Aufzeigen konkreter Innovations- und Einsparpotenzialen sowie neuer, branchenübergreifender Geschäftsmodelle wird so die bayerische Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie gestärkt.

Weitere Informationen

Haben Sie bereits Lösungen entwickelt? Suchen Sie nach innovativen Verwertungsmöglichkeiten für Ihre Reststoffe? Haben Sie Verwendungsmöglichkeiten für Reststoffe?

Bei Interesse wenden Sie sich gerne an Christoph Habel (Tel. +49 162 743 88 25 oder habel@chemiecluster-bayern.de). Bleiben Sie auch gerne im Austausch untereinander in unserer LinkedIn-Gruppe!


Das Projekt wird gefördert vom Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, im Rahmen der Förderinitiative “Cross-Cluster-Bayern Bioökonomie” (Projektlaufzeit: 01.01. bis 31.12.2021)