Kick-off Cross-Cluster ReStoff in Nürnberg 13.3.2026  

Kürzlich fand der Kick-off des Cross-Cluster Projekts ReStoff bei der IHK in Nürnberg statt. Unsere Kollegin Kerstin Schindler und Stefan Riegg vom Umweltcluster Bayern berieten sich mit den assoziierten Partnern von der IHK in Nürnberg, Fraunhofer UMSICHT und dem @Ressourcen Effizienz Zentrum REZ Bayern.   

Ziel des Projekts ist ein Matching des Stoffstroms im Kunststoffrecycling zu erreichen. Dazu sind insbesondere die Produzenten von „Abfall-Materialien“ im Fokus, die eine nachhaltige Verwertung ihrer Materialien anstreben.  

Oft ist dies mit Verunreinigungen oder nicht passenden Mengen verbunden, die von regulären Recyclingwegen im mechanischen und Lösungsmittel-basierten nicht berücksichtigt werden können.  

Das chemische Recycling öffnet hier möglicherweise neue Wege. Bereits existierende Datenbanken und Plattformen der assoziierten Partner sollen hier genutzt werden, um zusammen mit Recycling-Unternehmen und den Produzent:innen spezifischer Abfall-Materialien die Anforderungen einer Plattform zu klären und auf lange Sicht mit den Partner:innen für die Unternehmen umzusetzen.  

Hier sind auch die langfristige Einbindung und die Finanzierung weitere Schlüsselpunkte, die im Projekt angegangen werden.  

Besuchen Sie uns sehr gerne auf der IFAT und sprechen uns darauf an, wir freuen uns auf Ihre Mithilfe!

ReStoff – Digitale Vernetzung von Kunststoff-Stoffströmen in Bayern 

Laufzeit 

01.01.2026 – 31.12.2026 

Förderung 

Das Projekt wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Projektpartner 

Das Cross-Cluster-Projekt Restoff wird umgesetzt vom Umweltcluster Bayern und dem Chemie-Cluster Bayern.   

Projektbeschreibung 

Mit der Fortschreibung der bayerischen Kreislaufwirtschaftsstrategie (BayKWS) rückt die gezielte Förderung von Ressourceneffizienz, stofflicher Wiederverwendung und die Vernetzung relevanter Akteure entlang der Wertschöpfungsketten stärker in den Fokus. Insbesondere im Bereich Kunststoffrecycling besteht hoher Handlungsdruck – sowohl aufgrund regulatorischer Entwicklungen auf EU-Ebene als auch mit Blick auf unternehmerische Anforderungen an Rohstoffsicherung. 

Zahlreiche Unternehmen in Bayern sind bereits im mechanischen und chemischen Recycling tätig. Was bislang fehlt, ist eine strukturierte und transparente Übersicht darüber, welche Unternehmen welche Kunststoff-Stoffströme verarbeiten können und welche Technologien (z. B. Depolymerisation, Extrusion oder Pyrolyse) zur Verfügung stehen. Diese Transparenz ist eine zentrale Voraussetzung, um Stoffkreisläufe zu schließen, Unternehmen gezielt zu beraten und die Entwicklung zirkulärer Geschäftsmodelle voranzutreiben. 

Zielsetzung 

Ziel des Cross-Cluster-Projekts Restoff ist der Aufbau einer belastbaren Datenbasis für das Matching von Abfall- und Sekundärstoffströmen mit passenden Recyclingunternehmen, zunächst vorrangig in Bayern. Fokussiert werden Kunststoffströme im mechanischen und chemischen Recycling. 

Kurzfristig entsteht durch die systematische Erhebung, Strukturierung und Aufbereitung von Daten ein direkter Mehrwert für die Clusterarbeit. Umweltcluster und Chemie-Cluster Bayern können ihre Mitglieder gezielter beraten, Vernetzungen entlang der Wertschöpfungsketten initiieren und Marktakteuren eine bessere Orientierung bieten. 

Langfristig bildet die Datenbasis die Grundlage für eine digitale Lösung, die perspektivisch an bestehende Plattformen angebunden und auf weitere Materialkategorien (z. B. Metalle, Keramik oder Verbundstoffe) übertragen werden kann. 

Zielgruppe 

Das Projekt richtet sich an: 

  • Unternehmen der Kunststoffverarbeitung und -entsorgung 
  • Anbieter von Recyclingtechnologien (mechanisch und chemisch) 
  • Entwickler neuer Technologien (Forschungseinrichtungen und Hochschulen) für Stoffstrom-Modellierung und Verfahrens-Upscaling 
  • Beratende Stellen wie IHKs, das REZ, Umwelt- und Chemiecluster sowie politische Akteure 

Vorgehen und Arbeitsschritte 

Im Projekt werden folgende Schritte umgesetzt: 

  • Entwicklung eines strukturierten Fragenkatalogs in Zusammenarbeit mit IHK Nürnberg für Mittelfranken, Umweltcluster, Chemie-Cluster Bayern und REZ 
  •  Identifikation relevanter Unternehmen in Bayern (ggf. ergänzt um angrenzende Bundesländer) 
  •  Systematische Kontaktaufnahme sowie strukturierte Erhebung von Daten zu bestehenden und zukünftigen Stoffströmen, Technologien sowie Ein- und Ausgangsmaterialien 
  •  Aufbereitung der Ergebnisse in Form einer Technologie- und Stoffstromübersicht zur internen Nutzung und zur gezielten Vernetzung entlang der Wertschöpfungsketten 
  • Zusammenfassung der Ergebnisse in einem Bericht zur strukturierten Erfassung und zur Übertragbarkeit auf weitere Recyclingbranchen 

Beitrag zur BayKWS 

Mit seinen Ergebnissen leistet das Projekt einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der bayerischen Kreislaufwirtschaftsstrategie. Es verknüpft Digitalisierung, Ressourceneffizienz und Industriekooperation und schafft die Grundlage für Folgeprojekte – etwa in Form digitaler Tools oder Plattformlösungen –, die auf andere Branchen übertragbar sind. 

Kontakt & Beteiligung 

Interessierte Organisationen können sich aktiv in das Projekt einbringen.
 
Für weitere Informationen steht Ihnen gerne Dr. Kerstin Schindler (Chemie-Cluster Bayern) zur Verfügung: 

📧 schindler@chemiecluster-bayern.de