Hot Seat: Knut Ofterdinger & Steffen Grämer | Weimako GmbH & VUCASUPPORT UG

Datum: 06 Mai, 2026

In diesem Doppelinterview sprechen wir mit Knut Ofterdinger (Weimako) und Steffen Grämer (VUCASUPPORT) über innovative Lösungen für die Herausforderungen von morgen. Im Fokus stehen zwei Perspektiven: Nachhaltige Werkstoffinnovationen und digitale Transformation für KMUs.

Lieber Herr Ofterdinger, mit Ihrem Unternehmen Weimako sind Sie erfolgreich im Bereich biobasierter Materialien für Verpackungen unterwegs. Was bietet Weimako an und was macht das besonders?

Andreas Mayrginther als Techniker und ich kommen beide aus der Kosmetik. Wir haben mit der Idee zu biobasierten, anspitzbaren Kunststoffhülsen einen USP gefunden, den kein weiteres Unternehmen in dieser Nische bedient. Wir verarbeiten in Kooperation mit Compoundherstellern holzbasierte Fasermaterialien aus dem Abfall von Sägewerken und Schreinereien zu einem neuen Kunststoff. Wir vermeiden damit die „Tank oder Teller“ Diskussion, die keine lebensmittelbasierten Rohstoffe verarbeitet haben wollen. Das in den Holzspänen gebundene CO2 bleibt gebunden und wir geben dadurch dem „Abfall“ einen neuen Produktlebenszyklus. Unsere Idee und unsere Produkte sind somit sehr nachhaltig. Grundsätzlich können wir aus unseren biobasierten Rohstoffen für alle Branchen mineralölbasierte Packmittel zu biobasierte Packmittel transferieren. Neben der Kosmetik haben wir erste Kunden aus der NEM- und Pharma Branche. Unsere Packagings sind alle Food, REACH und FDA konform. 

Herr Grämer, Sie sind Gründer und Geschäftsführer von VUCASUPPORT. Was ist Ihre Idee und in welcher Form bieten Sie KMUs Unterstützung an?

Die Idee hinter VUCASUPPORT ist eigentlich aus einer ganz einfachen Beobachtung entstanden: Die meisten Unternehmen haben kein Erkenntnisproblem, sie haben ein Umsetzungsproblem. Sie wissen, dass sie sich immer schneller anpassen müssen, oft getrieben von außen durch Regulierung, Wettbewerbsdruck oder technologische Entwicklungen. Themen wie Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle, Fachkräftemangel oder Nachhaltigkeit sind überall präsent. Aber in der Praxis fehlt häufig das Entscheidende: Klarheit darüber, wo man wirklich steht, ein Fokus auf die richtigen Themen und eine strukturierte Umsetzung.

Und genau das ist unser Aufsatztpunkt. Unsere Grundidee ist es, Transformation messbar, vergleichbar und steuerbar zu machen. Wir holen Unternehmen raus aus Bauchgefühl und Einzelmeinungen und schaffen eine objektive Entscheidungsgrundlage. Im Kern geht es darum, Komplexität greifbar zu machen und in Klarheit zu übersetzen.

Der Einstieg erfolgt über unser VUCASUPPORT® 360° Self-Assessment. Damit erhalten Unternehmen einen strukturierten Blick auf ihren Reifegrad in den zentralen Zukunftsfeldern. Für viele ist das der erste Moment, in dem wirklich sichtbar wird, wo sie stehen und wo konkret Handlungsbedarf besteht.

Und genau da beginnt die eigentliche Arbeit. Nach dem Assessment setzen wir gemeinsam Prioritäten und vermeiden bewusst, alles gleichzeitig anzugehen. Stattdessen identifizieren wir die wenigen Themen, die wirklich einen Unterschied machen. Darauf aufbauend werden die nächsten Schritte klar strukturiert, mit konkreten Maßnahmen, realistischen Zeitplänen, klaren Verantwortlichkeiten und messbaren Zielen. So entsteht kein theoretisches Konzept, sondern ein umsetzbarer Fahrplan, der Unternehmen Schritt für Schritt in die Veränderung bringt.

Herr Grämer, welche Bereiche werden im Self-Assessment besonders häufig als „kritisch“ oder „verbesserungswürdig“ identifiziert? Wie ist nach dem Herausstellen dieser Elemente dann die Vorgehensweise und wie lange dauert es in der Regel, bis ein Unternehmen Ergebnisse erhält?

Wenn wir die Ergebnisse aus dem VUCASUPPORT® Self-Assessment betrachten, zeigt sich sehr oft: KMUs haben selten ein einzelnes Problem, sondern kämpfen meist mit fehlender strategischer Klarheit. Viele sind bereits aktiv, haben Projekte gestartet oder Tools eingeführt, aber ohne ein klares Zielbild. Dadurch entsteht oft Aktionismus statt echter Wirkung. Gleichzeitig werden Prozesse digitalisiert, ohne das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und vorhandene Daten werden kaum zur Steuerung genutzt. Häufig scheitert es zudem an der Umsetzung, weil Strukturen und Verantwortlichkeiten nicht klar geregelt sind.

Genau hier setzen wir an. Wir fokussieren uns bewusst auf die wenigen Themen, die den größten Unterschied machen und übersetzen diese direkt in konkrete, umsetzbare Maßnahmen. Unternehmen erhalten bereits wenige Tage nach dem Assessment eine klare Standortbestimmung und wissen, wo sie ansetzen müssen. Erste Verbesserungen zeigen sich meist schon nach acht bis zwölf Wochen, während größere Veränderungen, etwa im Geschäftsmodell, mehr Zeit benötigen.

Das Assessment selbst ist einfach durchführbar, liefert aber ein objektives und strukturiertes Gesamtbild. Am Ende steht keine Theorie, sondern eine klare Antwort auf die wichtigste Frage: Wo sollten wir denn jetzt anfangen?

Der größte Mehrwert liegt dabei in besseren Entscheidungen. Unternehmen gewinnen Klarheit, setzen ihre Ressourcen gezielter ein und erkennen Risiken frühzeitig. Voraussetzung ist jedoch, dass sie ehrlich hinschauen und bereit sind, die gewonnenen Erkenntnisse auch umzusetzen. Denn das Assessment schafft vor allem eines: eine belastbare Grundlage für die richtigen nächsten Schritte.

Herr Ofterdinger, Weimako setzt auf Werkstoffinnovationen und die grüne Transformation. Mit dem Self-Assessment von VUCASUPPORT, nutzen Sie digitale Tools, um Verbesserungspotenziale für Ihr eigenes Unternehmen zu identifizieren. Was hat Sie daran überzeugt und welchen Nutzen haben Sie für sich daraus gezogen?  

Die Idee von Vucca, sich die überschaubare Zeit zu nehmen, um den Vucca Fragenkatalog zu beantworten hat sich für Weimako sofort gelohnt. Praxisorientierte Fragen und die daraus abgeleiteten Antworten sind eine grosse Hilfe zur Selbsthilfe. Wir brauchten keine teuren Unternehmensberater zu akquirieren. Der Self-Assessment Fragenkatalog kann auf Kundenwunsch angepasst werden. Die Antworten sind gut gegliedert in kurz-, mittel- und langfristige Lösungsvorschläge. So konnten wir sofort an kurzfristigen Lösungen arbeiten.

Wie läuft das Self-Assessment konkret ab, Herr Grämer? Welche Vorteile kann ein Unternehmen daraus ziehen und was es muss selbst einbringen?

Das Self-Assessment ist bewusst einfach gehalten, aber inhaltlich sehr fundiert. Wir arbeiten mit klaren Themenclustern, die auf wissenschaftlichen Studien und Eurostat-Daten basieren, also genau den Bereichen, die für die Zukunft von KMUs wirklich relevant sind.

In jedem dieser Bereiche beantworten Unternehmen 25 konkrete Fragen. Bewertet wird auf einer Skala von eins bis fünf, sodass schnell sichtbar wird, wo man wirklich steht.

Die Auswertung erfolgt nicht nur aus der eigenen Einschätzung heraus. Eine KI unterstützt dabei, Muster zu erkennen, Bewertungen einzuordnen und ein objektives Gesamtbild zu schaffen. Am Ende sieht das Unternehmen klar, wo die größten Hebel liegen und vor allem, wo es konkret anfangen sollte. Der größte Vorteil ist Klarheit. Statt sich zu verzetteln, können Unternehmen ihre Energie auf die wenigen Themen konzentrieren, die wirklich etwas bewegen.

Was es dafür braucht, ist vor allem Ehrlichkeit und die Bereitschaft, die Ergebnisse auch anzunehmen. Denn genau daraus entsteht der eigentliche Mehrwert: bessere Entscheidungen und stärkeres Verständnis über Abteilungsgrenzen hinweg.

Wie lautet Ihr gemeinsames Resumee?

Mit Hilfe des bereits jetzt verfügbaren KI Angebotes kann durch die „Vucca Methode“ eine KI basierte Lösung für KMU Unternehmen generiert werden. Dies zu vernünftigen Kosten. Durch den Fragenkatalog reflektiert jeder Unternehmer seinen IST Stand selber und bekommt einen Benchmark wo sein Unternehmen im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche steht. Dies alles ohne stundenlang von Beratern interviewt zu werden. Machen Sie einen Selbstversuch.

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