
Liebe Friederike, herzlich willkommen im Team des Chemie-Cluster Bayern! Erzähl uns doch gerne etwas über deinen bisherigen Background – und was dich besonders an der Arbeit an der Schnittstelle von Chemie, Bioökonomie und Innovation reizt.
Ich bin Chemikerin mit einem breiten Hintergrund in Polymerchemie sowie organischen Oberflächenmodifikationen und Beschichtungen. In meinem Postdoc habe ich in industrieller Kooperation mit BASF an biobasierten und bioabbaubaren Polymeren geforscht. Zuletzt war ich zwei Jahre in einem Nanobiotechnologie-Startup tätig und habe dort im Bereich Oberflächenforschung gearbeitet.
Besonders spannend finde ich an der Clusterarbeit, dass hier unterschiedlichste Akteur:innen zusammenkommen – von Start-ups über Industrie bis hin zu Forschungseinrichtungen. Genau an dieser Schnittstelle entstehen oft die interessantesten Ideen, Kooperationen und Innovationen.
Du bringst Erfahrung aus Forschung, industrieller Kooperation und Startup-Umfeld mit. Woran arbeitest du aktuell beim Chemie-Cluster Bayern konkret und welche Themen und Projekte betreust du bei uns?
Ich arbeite an verschiedenen Aktivitäten und in Projekten des Chemie-Cluster Bayern. Dazu gehören unter anderem das Projekt CREATE, die Mitarbeit im Expertenkreis CCU/CCS sowie die Betreuung von Start-ups und Mitgliedern.
Ein Schwerpunkt deiner Arbeit ist aktuell auch die Organisation von Pitch & Bond – Chemistry in Transformation. Worum geht es bei der Veranstaltung genau und warum ist das Format gerade für Start-ups, Industrie und Investor spannend?
Pitch & Bond bringt Start-ups, Industrieunternehmen, Investor:innen und weitere Innovationsakteur:innen aus dem Chemie- und DeepTech-Umfeld zusammen.
Im Mittelpunkt stehen Lösungen für die Transformation der Chemie- und Prozessindustrie – beispielsweise in Bereichen wie Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Chemie, Bioökonomie.
Besonders spannend finde ich dabei, dass hier nicht nur gepitcht wird, sondern echte Gespräche, neue Kontakte und potenzielle Kooperationen entstehen. Für Start-ups ist es eine große Chance, Sichtbarkeit zu bekommen und direkt mit Industrie und Investor:innen ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig erhalten Unternehmen frühzeitig Einblicke in neue Technologien und innovative Lösungsansätze.
Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Was würdest du als deine persönliche „Superpower“ bezeichnen?
Meine Superpower ist es, aus „das ist ein Problem“ ein „das könnten wir versuchen“ zu machen. Aus der Forschung habe ich gelernt, Herausforderungen systematisch zu analysieren und gleichzeitig kreative Lösungsansätze zu entwickeln. Gerade an der Schnittstelle von Chemie, Bioökonomie und Innovation hilft mir dieser lösungsorientierte Blick jeden Tag aufs Neue.