
BAMBI-Detailworkshop zu Lignin: Potenziale, Herausforderungen und neue Vernetzungen
Wie können aus Lignin künftig noch mehr marktfähige Produkte entstehen? Welche Anforderungen stellen potenzielle Kund:innen an ligninbasierte Anwendungen? Und welche Technologien und Verfahren sind besonders vielversprechend?
Diesen Fragestellungen widmete sich ein weiterer Detailworkshop im Rahmen des Projekts BAMBI – Marktpotenzial holzbasierte Bioökonomie in Bayern. Gemeinsam mit Expert:innen aus Industrie und Forschung diskutierte das Projektteam Potenziale, Herausforderungen und konkrete Anwendungsfelder für die stoffliche Nutzung von Lignin.
Expert:innen entlang der Wertschöpfungskette im Austausch
Am Workshop beteiligten sich:
Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen der Teilnehmenden mit aktuellen Projekten, Produkten und Anwendungen rund um Lignin. Die vorgestellten Beispiele lieferten wertvolle Einblicke in den aktuellen Entwicklungsstand verschiedener Technologien und zeigten auf, welche nächsten Schritte für eine breitere Marktdurchdringung erforderlich sind.
Großes Potenzial, aber mehr Sichtbarkeit erforderlich
Die Diskussion machte deutlich, dass Lignin als nachhaltiger Rohstoff großes Potenzial für neue Produkte und Wertschöpfungspfade bietet. Gleichzeitig besteht Einigkeit darüber, dass es mehr sichtbare Erfolgsgeschichten und konkrete Anwendungsbeispiele braucht, um die stoffliche Nutzung von Lignin weiter voranzubringen.
Erste positive Beispiele existieren bereits. Um weitere Anwendungen erfolgreich in den Markt zu bringen, sind jedoch ein intensiver Wissensaustausch, branchenübergreifende Kooperationen und eine stärkere Kommunikation erfolgreicher Projekte erforderlich.
Neue Anknüpfungspunkte für Kooperationen
Ein besonders erfreuliches Ergebnis des Workshops war die Identifikation konkreter Anknüpfungspunkte zwischen den Teilnehmenden. Bereits während der Veranstaltung wurden vertiefende Gespräche angestoßen, die nun fortgeführt werden sollen.
Genau hier setzt BAMBI an: Das Projekt bringt Akteur:innen entlang der Wertschöpfungskette zusammen, fördert den Austausch von Wissen und Erfahrungen und unterstützt die Entwicklung neuer Wertschöpfungspotenziale für die holzbasierte Bioökonomie.
Auch über das offizielle Projektende Ende Juli 2026 hinaus werden die Projektpartner:innen den Austausch gerne begleiten und relevante Stakeholder:innen miteinander vernetzen.
Über das Projekt BAMBI
Das Projekt „BAMBI – Marktpotenzial holzbasierte Bioökonomie in Bayern“ untersucht die Potenziale einer nachhaltigen und wertschöpfenden Nutzung von Holz und seinen Bestandteilen. Im Fokus stehen insbesondere die stoffliche Nutzung von Cellulose, Hemicellulose und Lignin sowie die Entwicklung neuer Wertschöpfungspfade als Alternative zu fossilen Rohstoffen.
BAMBI wird von der Cluster-Initiative Forst und Holz gGmbH, der Chemie-Cluster Bayern GmbH und C.A.R.M.E.N. e. V. durchgeführt. Fachlich begleitet wird das Projekt von den Expert:innen Marina Crnoja-Ćosić und Ludwig Lehner.
Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert.