Startup-Tag 2019

Datum: 14. November 2019

Hand in Hand organisierten der Chemie-Cluster Bayern und der Cluster Neue Werkstoffe den diesjährigen Startup-Tag 2019, der mit rund 60 TeilnehmerInnen gut besucht und ein voller Erfolg war. Nach den Grußworten von Laura Kühn und Dr. Tobias Schwarzmüller und einer kurzen Vorstellung des Tech-Incubators Zollhof durch Anne Braun startete die Veranstaltung mit dem ersten von drei Impulsvorträgen.

Dr. Konstantinos Antonopolous von mk2 Biotechnologies sprach basierend auf eigenen Erfahrungen zum Thema „Gründung und Kooperation aus Startup-Sicht“. Offen und ehrlich diskutierte Antonopolous Probleme und Hürden für Startups, enttäuschte Erwartungen von Unternehmen und gab außerdem wichtige Hinweise für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Besonders ans Herz legt er Unternehmen zum Beispiel, Startups auf Augenhöhe, mit Wertschätzung und Begeisterung zu begegnen und eigene Bedarfe offen zu benennen.

Dr. Johannes Wehner von Kador & Partner gab anschließend Einblick in zu beachtende Details in Geheimhaltungsvereinbarungen zu Beginn einer Kooperation und informierte, wie geistiges Eigentum gesichert werden kann. Er rät jungen Unternehmen, vor allem mit sensiblen Informationen vorsichtig umzugehen und „beim Pitch nur so viel wie nötig [zu] präsentieren, um Interesse zu wecken.“

Als Best Practice Beispiel einer erfolgreichen Startup-KMU-Kooperation präsentierte Gregor Schneider die Zusammenarbeit zwischen der RAS AG und Leonhard KURZ. Nachdem die beiden sich im Oktober 2018 auf Initiierung des Chemie-Clusters kennenlernten, gelang bereits ein Jahr später die erfolgreiche Produktentwicklung für antimikrobielle Oberflächen. Diese besonders schnelle Zusammenarbeit war insbesondere möglich, weil beide Parteien eine bemerkenswerte Offenheit, Entscheidungsfreude und Verbindlichkeit mitbrachten. Herr Schneider betont, dass die Entwicklung eines marktfähigen Produktes innerhalb eines Jahres ein Glücksfall ist, da dies oft mehrere Jahre dauert.

Beim Startup-Karussell, eine Art Speed-Dating für Unternehmen, hatten die Teilnehmenden anschließend in Kleingruppen die Gelegenheit, die neun Startups genauer kennenzulernen. Nachdem die Gründer innerhalb von fünf Minuten sich und ihre Produkte vorgestellt haben und nach weiteren fünf Minuten Frage und Antwort, wanderte jede Gruppe eine Station weiter. Bei Kaffee und Kuchen konnten anschließend die dadurch entstandenen, zahlreichen Gespräche vertieft werden.

Wir bedanken und bei allen Referenten, Startups und Teilnehmenden für den Erfahrungsaustausch und die lebhaften Fachdiskussionen!