Hot Seat: Frank Wuttke

Zuletzt aktualisiert am: 10 Mai 2021

Herr Wuttke, der Online-Handel nimmt in verschiedensten gewerblichen Kontexten immer mehr
zu, so auch in der chemischen Industrie, beispielsweise über B2B-Marktplätze oder
unternehmenseigene Webshops. Aus Anbietersicht sollen über diese Kanäle einerseits
Stammkunden “digital angebunden” werden, andererseits soll idealerweise aber auch neues
Geschäft generiert werden. Besonders bei potentiellen Neukunden besteht jedoch die
Problematik, dass oft keine oder nur wenige Informationen zu dem jeweiligen Unternehmen
vorliegen. Teilen Sie diese Beobachtung und was würden Sie Anbietern bzw. Verkäufern
empfehlen?

In der Tat geht der Trend immer mehr hin zum Online-Handel, auch im B2B-Geschäft. Einer der
größten Vorteile ist sicherlich, dass mittels Online-Handel und B2B-Marktplätzen neue
Kundengruppen erschlossen werden können und auch Stammkunden profitieren von einfachen,
schnellen Geschäftsabschlüssen. Eine der größten Herausforderungen ist andererseits die
einwandfreie Identifikation des Kunden und eine valide Bonitäts- und Risikoprüfung.
Für die Risiko-Einschätzung und -Prognose einer zukünftigen oder auch bestehenden
Geschäftsbeziehung stehen oft sehr wenige Daten zur Verfügung, oder es werden nur Daten aus der
bisherigen Zusammenarbeit herangezogen, welche aber nur bedingt aktuell und aussagekräftig sind,
denn die finanzielle Situation eines Unternehmens oder einer Privatperson kann sich sehr schnell
ändern.
Für ein professionelles Risikomanagement empfiehlt es sich, aktuelle, valide Daten aus externen
Quellen heranzuziehen, zum Beispiel von Lösungsanbietern wie der SCHUFA. Die SCHUFA verfügt
über Informationen zu 67,9 Mio. Personen und 6,0 Mio. Unternehmen. Wir bieten Lösungen und
Services rund um die Themen Bonität, Adressen, Betrugsprävention und Compliance, die digital und
in Echtzeit zur Verfügung stehen. Unternehmen können so Geschäfts- und Kreditentscheidungen auf
Basis fundierter Informationen treffen und so das Risiko von Zahlungsausfällen dauerhaft minimieren.


Bonitätsprüfung in Echtzeit – wie funktioniert das genau?
Das lässt sich sehr gut am Beispiel der SCHUFA-Kurzauskunft Direkt für das B2B-Geschäft erklären.
Mit der SCHUFA-Kurzauskunft Direkt ist es möglich, alle relevanten Informationen über Unternehmen,
Lieferanten und Geschäftspartner einzuholen – vom On-Boarding bis zum Monitoring in laufenden
Geschäftsbeziehungen. Die Auskunft lässt sich nahtlos in die digitale Prozesskette integrieren. So
können Unternehmen sofort feststellen, wie solvent der (potenzielle) Geschäftspartner ist.
Der Händler stellt hierbei eine Anfrage an die SCHUFA und es erfolgt in wenigen Millisekunden die
Prüfung und Ausgabe der relevanten Risikoinformationen. Die Auskunft enthält alle wesentlichen
Stamm-, Kontakt-und Bonitätsinformationen zu einem Unternehmen (Bonitätsindex, Kreditlimit,
Ausfallquote). Der große Vorteil der SCHUFA-Kurzauskunft Direkt ist die Verbindung von
Unternehmensdaten mit Informationen zu den Personen, die hinter einem Unternehmen stehen.
Deutsche Unternehmen sind stark Inhaber-geprägt und so ist die Bonität der Geschäftsführung ein
relevanter Faktor in der Risikobewertung.
Die Kunden profitieren ebenfalls von dieser schnellen, digitalen Risikoprüfung. Für das Nutzer-Erlebnis ist es wichtig, dass Kunden im Check-Out sofort sehen können, ob sie eine Bestellung/ einen
Auftrag aufgeben können, welche Zahlverfahren genutzt werden können und ob der Händler
gegebenenfalls ein bestimmtes Kreditlimit gewährt. Gerade Neukunden haben aufgrund fehlender Informationen zum Zahlungsverhalten oft mit Einschränkungen bei Erst-Käufen zu kämpfen (zum
Beispiel geringes Einkaufslimit, Zahlung nur auf Vorkasse oder Erbringung von schriftlichen
Nachweisen). Hier ermöglichen SCHUFA-Bonitätsinformationen eine schnelle, treffsichere Prognose
und damit Einschätzung zur Risikosteuerung, auch bei Neukunden. Hiervon profitieren Händler und
Kunden gleichermaßen.


Wie gestaltet sich die Implementierung dieser SCHUFA-Lösung für den Betreiber des
Webshops oder der Plattform?

Der Betreiber eines Webshops wird umfassend über alle verfügbaren Schnittstellen und
Integrationsmöglichkeiten informiert. Die SCHUFA hat zusätzlich ein eigenes Vertragspartner-Anbindungsteam, welches technischen IT-Support bei der Integration der Lösung anbietet. Zur
Qualitätssicherung des Händlers kann nach erfolgreicher Testabnahme die Lösung sofort produktiv
genutzt werden.
Die Lösungen der SCHUFA sind über einheitliche Schnittstellen (XML2, SWS SOAP) beziehbar, ohne
das es auf Händlerseite großen, individuellen Programmieraufwand benötigt. Außerdem gibt es die
Möglichkeit, unser SCHUFA-Web Portal für manuelle Anfragen und Prüfungen zu nutzen, welches
über jeden gängigen Internetbrowser aufgerufen werden kann. Damit bieten wir einen schnellen und
direkten Zugang zu SCHUFA-Lösungen an, ohne beim Unternehmen IT-Ressourcen zu binden.

Über die SCHUFA Holding AG
Die SCHUFA ist Deutschlands führender Lösungsanbieter von Auskunftei- und Informationsdienstleistungen für
Unternehmen und Verbraucher. Insgesamt sind rund 10.000 Firmenkunden als Vertragspartner an unsere
Dienstleistungen angeschlossen. Zudem nutzen rund 2,2 Millionen Privatkunden die SCHUFA-Angebote. Privat-und Geschäftskunden wie Banken, Sparkassen und Händlern bietet das Unternehmen kreditrelevante
Informationen rund um Bonität, Identität und Betrugsprävention. Auf Grundlage unserer Entscheidungshilfen
werden für Privat- und Geschäftskunden schnelle, kostengünstige und unbürokratische Vertragsabschlüsse
möglich. Informationen rund um Produkte und Services für Privatkunden sowie eine Online-Einsicht in die
eigenen, bei der SCHUFA gespeicherten Daten sind auf dem Internetportal www.meineSCHUFA.de erhältlich.
Der Datenbestand der SCHUFA umfasst 1,002 Milliarden Informationen zu 67,9 Millionen Privatpersonen und 6,0
Millionen Unternehmen.

Weitere Informationen zu den Lösungen der SCHUFA finden Sie hier. Bei Fragen können Sie sich gerne persönlich an Herrn Wuttke wenden.