Regionale Vernetzung

Das Chemie-Cluster Bayern wurde als eines von 19 Branchenclustern im Rahmen der Bayerischen Cluster-Offensive gegründet. Neben dieser Säule der Wirtschafts- und Standortförderung bestehen die regionalen Initiativen des Regionalmanagements und der Wirtschaftsförderung als ein weiteres Standbein der Innovationsförderung in Bayern.

Regionalmanagement und Clustermanagement gehören zusammen

Die Unterstützung regionaler Initiativen ist eine wichtige Cluster-Aufgabe, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Chemie auf ihrem exzellenten Niveau halten zu können. Hierzu gehört etwa der Bereich der Existenzgründerförderung: Insbesondere Spin-Offs im wissenschaftlichen Umfeld sind häufig auf einen vorstrukturierten Zugang zu Industrienetzwerken, Beratungs- und Finanzierungsmöglichkeiten angewiesen. Deshalb kooperiert das Chemie-Cluster Bayern mit Gründerinitiativen und Business Plan- Wettbewerben.

Für die Innovationsfähigkeit lokaler Forschungs- und Entwicklungs-Cluster sind Fragen der Standortqualität ebenso entscheidend wie gezielter Wissenstransfer, die effiziente Vernetzung mit landes- und bundesweiten Entwicklungsverbünden sowie internationale Vermarktung. Das Chemie-Cluster Bayern hilft bei der Identifizierung und Vernetzung innovativer Know-how-Träger, moderiert Projektgruppen und akquiriert Fördermittel vor dem Hintergrund seines starken Netzwerkverbunds. Im Rahmen von Veranstaltungen und lernenden Netzwerken vor Ort unterstützen wir insbesondere den Austausch kleiner und mittlerer Unternehmen mit wissenschaftlichen Einrichtungen.

Projekte innerhalb der Bayerischen Clusterlandschaft (Cross-Cluster)

Aktuell werden im Chemie-Cluster zwei Projekte in Zusammenarbeit mit anderen Clustern durchgeführt.

Gemeinsam mit dem Cluster Forst & Holz in Bayern bearbeitet das Chemie-Cluster ein Projekt über die „Effiziente Nutzung von Laubholz vor dem Hintergrund einer biobasierten Wirtschaft“.

Im Januar 2018 startet das Projekt „Start-ups als Innovationsmotor für die Chemie- und Umweltbranche“. Nähere Informationen über diese beiden Cross-Cluster Projekte erhalten Sie unter den folgenden Links.

Kooperationsbeispiele mit Regionen: Straubing

Im bayerischen Straubing befindet sich einer der größten zusammenhängenden Industrieparks im süddeutschen Raum – das Industrie- und Hafengebiet Straubing-Sand. Mit den Geschäftsfeldern Industriepark, Donauhafen, Gründerzentrum und BioCampus setzen wir auf ein breites Angebot für unsere Kunden aus der Industrie, dem Logistikgewerbe und dem Großhandel. Durch seine geographische Lage und thematische Ausrichtung hat sich Straubing-Sand bestens im wachsenden Osteuropageschäft profiliert. Für die weitere Entwicklung des Parks setzen wir die Kompetenzen der Region: Logistik und Nachwachsende Rohstoffe.

Die thematische Verbindung besteht mit Straubing über die Chemie der nachwachsenden Rohstoffe und ihre stoffliche, aber auch energetische Verwertung. In Kooperation mit der Region der nachwachsenden Rohstoffe Straubing konnten bereits gemeinsame Innovationsthemen angestoßen werden, insbesondere zusammen mit den ansässigen Firmen und Forschungseinrichtungen. In Straubing sind führende wissenschaftliche und technologische Einrichtungen für nachwachsende Rohstoffe zusammengefasst: die akademische Säule wird vom Wissenschaftszentrum Straubing repräsentiert, für die technologische Umsetzung stehen mit dem Gründerzentrum, dem Industriepark Straubing Sand mit seinem Hafen und dem Bio-Cubator jegliche Möglichkeiten offen.

Das Chemie-Cluster Bayern hat gemeinsam mit der BioCampus Straubing GmbH zum ersten gemeinsamen Netzwerken zum Thema „Nachwachsende Rohstoffe“ im April 2010 eingeladen: Die chemische Industrie wird ihre Rohstoffversorgung in Zukunft auf eine breitere Basis stellen und dadurch vor allem auch die Abhängigkeit von Erdöl reduzieren. Durch entsprechende Forschungsförderung werden Rahmenbedingungen für den technischen und ökonomischen Durchbruch der neuen Rohstoffe geschaffen – unter Betreuung durch das Chemie-Cluster Bayern und die BioCampus Straubing GmbH.

Der BioCubator bildet das Unternehmerzentrum für Nachwachsende Rohstoffe am Standort Straubing-Sand: Der Freistaat Bayern und die Region Straubing-Bogen investieren weiter in die Zukunftsbranche Nachwachsende Rohstoffe. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Gründerzentrum Straubing-Sand entstand der BioCubator Straubing-Sand: Unternehmen finden hier Labor- und Büroflächen rund um die energetische und stoffliche Nutzung von Biomasse und werden zusätzlich noch vom regionalen Cluster Nachwachsende Rohstoffe unterstützt.

Kooperationsbeispiele mit Regionen: Regen

Das Regionalmanagement ist im Landkreis Regen seit September 2008 tätig. Besonders erwähnenswert ist die langjährige, aktive Tätigkeit des Landkreises Regen in verschiedenen Agenda-Arbeitskreisen. Es werden verschiedenen Themenfelder in aktiver Gruppenarbeit behandelt, angefangen von Wirtschaft, Tourismus, Energie und Verkehr bis hin zu Soziales, Jugend und Bildung, Kunst und Kultur.

Branchenvielfalt gilt als Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb bildet ein breit gefächertes, mittelständisch geprägtes Spektrum von Industrie,
Handwerk, Handel und Dienstleistungen die Grundlage des Wirtschaftsraumes. Traditionell sind dabei die glas- und holzverarbeitende Industrie ansässig. Darüber hinaus tragen kunststoffverarbeitende Betriebe, Elektrotechnik sowie Metall und Fahrzeugbau wesentlich zur vielschichtigen Palette vorwiegend
kleiner und mittlerer Unternehmen bei. Der Tourismus ist darüber hinaus ein wichtiger Eckpfeiler der regionalen Wirtschaftskraft.

In Kooperation mit dem Regionalmanagement Regen werden Unternehmen erfolgreich etwa zu Möglichkeiten der Forschungsförderung beraten – einige Projektskizzen konnten hier bereits gemeinsam mit dem Chemie-Cluster erarbeitet werden. Insbesondere der direkte Kontakt, der einfache und unkomplizierte Umgang und der schnelle Zugang zu Unternehmen vor Ort sind die Kernpunkte der Kooperation.
Nach einer ersten, gemeinsamen Veranstaltung zum Thema Fördermittel konnten bereits zwei Unternehmen aus dem Landkreis eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte, spezifische Beratung zum Thema Forschungs- und Entwicklungsförderung angeboten werden.

Highlight des Jahres 2010 war die Gründung des Netzwerk Glas. Herr Helmut Horn, Projektleiter mit Firmensitz in Zwiesel darf sich mittlerweile über eine erfolgreiche Kick-Off Veranstaltung sowie über 10 tatkräftig mitwirkende Partnerunternehmen freuen.

Kooperationsbeispiele mit Regionen: Mühldorf am Inn

Der Landkreis Mühldorf a. Inn ist durch seine Lage im bayerischen Chemiedreieck, etwa mit dem Standort Waldkraiburg/Aschau, ein logischer Kooperationspartner des Chemie-Cluster Bayern. Die Kombination eines starken und wettbewerbsfähigen Industriesektors mit einer der Regionen, die zu den begehrtesten und lebenswertesten in ganz Deutschland zählt ist eine der Besonderheiten des Landkreises.

Ebenso gestaltet die Lokale Aktiongsgruppe (LAG) Mühldorfer Netze e.V. die Entwicklung des Landkreises. Die Philosophie des Mühldorfer Netzes begründet sich vorrangig aus der Vernetzung, Verknüpfung und Bündelung verschiedenster Ideen, Fähigkeiten und Kompetenzen, die insbesondere die Form von Projekten gemeinsam gewinnbringend bewerkstelligt werden. Mitglieder des Vereins sind alle 31 Städte und Gemeinden des Landkreises sowie engagierte Bürger, Verbände, weitere Vereine und sonstige Einrichtungen. Zentrales Anliegen des Mühldorfer Netz e.V. für die nächsten Jahre ist es, ein tragfähiges „Netz der Generationen“ aufzubauen und damit die Entwicklung zu einem „familienfreundlichen Landkreis“ zu fördern. Hierzu gehört auch der Bezug zu regionaler Wertschöpfung und Arbeitsplatzsicherung durch überbetriebliche Wertschöpfungspartnerschaften.

 

Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung, global Player und Mittelständler – eine vielfältige Branchenstruktur prägt den Landkreis als dynamischen Wirtschaftsstandort. Besonder Kompetenzen liegen, analog zur bayerischen Clusterpolitik, in den Technologiefeldern Sensorik / Leistungselektronik, Mechatronik / Automation, Chemie / Kunststoffherstellung, Ernährungswirtschaft, Automotive sowie Forst und Holz.

 

Der Landkreis Mühldorf a. Inn ist ein morderner, innovativer und wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualiltät. Um die Chancen und Potentiale weiterhin optimal auszubauen betreibt der Landkreis aktive Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung. Dabei gilt es sowohl harte Standortfaktoren, wie Gewerbeflächen, Infrastruktur und Verkehrsanbindung als auch weiche Standortfaktoren, wie Bildungs- und Kulturangebot, weiter zu entwickeln.

Die Stärkung der regionalen Wirtschaft durch Bestandspflege der ansässigen Unternehmen sowie die Betreuung von neu ansiedelnden Betrieben und Existenzgründern haben höchste Priorität in der Wirtschaftsförderung. Zu diesem Zweck haben sich unter Federführung der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes entsprechend engagierte Organisationen und Initiativen zu einem Beraternetzwerk zusammengeschlossen, um Existenzgründern, Jungunternehmern aber auch dem etablierten Mittelstand schnell, kompetent und neutral mit kompetenten Ansprechpartnern zur Seite zu stehen. Innerhalb der Verwaltung ist die Wirtschaftsförderung ein unbürokratischer Ansprechpartner und steht mit Rat und Tat zur Seite.

 

Kontakt

Chemie-Cluster Bayern GmbH
Hansastraße 26
80686 München