17. April 2019

Hot seat: Dr. Wolfgang M. Partsch

Drei Fragen an eine Person aus unserem Umfeld

Herr Dr. Partsch, Technologien zur Abgasreinigung und zur Verschwelung organischer Abfälle gibt es viele – was ist das Besondere an der Technologie, die die Pragmatec GmbH vertritt?

Wir kennen praktisch alle wesentlichen Verfahren der thermischen Abfallentsorgung von der Verbrennung bis zur Pyrolyse. Sie alle haben Vorteile aber auch bedeutende Nachteile in Kosten, Umweltbelastung bis hin zur praktischen Unbrauchbarkeit. Diese bekannten Nachteile wollten wir tunlichst vermeiden und sind bei unserer Suche nach einer stabilen, zuverlässigen und ökonomisch sowie ökologisch besten Lösung auf eine Technologie gestoßen, die diese von uns gewünschten Anforderungen erfüllt.  Es ist dies ein zweistufiges Verfahren mit dem Markennamen Pyro-Kat, welches wir „katalytische Niedrigtemperatur-Thermolyse“  nennen  und weltweit exklusiv anbieten. Was heißt das? Organischer Abfall wird auf eine entsprechende Temperatur gebracht, wo die Moleküle aufgebrochen und in gasförmigen Zustand umgewandelt werden. Dieses systeminterne Gas sowie jede Art giftiger Abgase von außen (Industrieabgase, Giftgase von Lackierereien, etc.) werden im weiteren Prozess in Katalysatoren, die dem entsprechenden Bedarf angepasst sind, in absolut schadstofffreie Substanzen transformiert. Die Vorteile dieses Verfahrens sind maximale Temperaturen von nur 7500C, schadstofffreie Abluft, hohe Energieeffizienz (Wärme, Strom, etc.) und reinstes H2O.

 

Welche Einsatzmöglichkeiten sehen Sie für die Pyro-Kat-Technologie in der chemischen Industrie?

In der Chemie-Industrie entstehen jede Menge giftige Problemabfälle in allen Aggregatszuständen (gasförmig, flüssig und fest). Wir können mit unserer Technologie diese toxischen Abfälle total entgiften und daraus sehr gut nutzbare Resultate erzielen, welche in jeder Chemieanlage gebraucht werden, und zwar Wärme, Strom und Wasser. Egal, ob es sich z.B. um Altöle, Plastik, Giftgase, etc. handelt, jedes dieser und eine Vielzahl weiterer Probleme in der Chemie-Industrie können mit unserem Verfahren sicher, stabil, einfach und wirtschaftlich gelöst werden. Wir verwenden diese Eingangsstoffe, also auch Abgase, als Rohstoffe und wandeln die darin enthaltene Energie in andere, nutzbare und alternative Energieformen um.

 

Welche Chancen sehen Sie auf internationalen Märkten?

Überall dort, wo starke Umweltbelastungen durch die Industrialisierung und den Bevölkerungszuwachs auftreten, können wir behilflich sein. Wir sind da auf keine Länder oder Regionen eingeschränkt. Die Chancen sind unendlich, betrachtet man die Probleme der Plastikabfälle in den Gewässern und Weltmeeren, die Abfallentsorgung bei gleichzeitiger Energieversorgung von Inseln, entlegenen Orten, autonomen Gebäuden oder Industrien ohne vorhandener Infrastruktur, etc. Wir besitzen das Know-how und die Technologie, um die weltweite Nachfrage zu befriedigen. Dabei liefern wir Anlagen, die in der EU hergestellt oder in entfernteren Regionen auch lokal nach unseren Plänen produziert, geliefert und betrieben werden können. In Einzelfällen sind natürlich auch Lizenzvergaben möglich.

 

Dr. Wolfgang Partsch ist promovierter Physiker und in einer Reihe international führender Management Positionen, u.a. als Board Member von Ernst & Young, tätig gewesen. Er hat sich in den letzten 15 Jahren intensiv mit alternativen Energien beschäftigt und dabei sein Augenmerk auf Innovationen gelegt, die einen erheblichen Einfluss auf den Markt haben können. In dieser Ausrichtung ist er heute operativ damit beschäftigt, die vorgestellte, innovative und ausgereifte Technologie der Pragmatec GmbH international in den Markt zu bringen.

Kontakt

Chemie-Cluster Bayern GmbH
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