20. Mai 2020

Biobasierte Wertschöpfungsketten im Alpenraum

5. Projekttreffen von AlpLinkBioEco

Am 11. und 12. Mai 2020 fand das 5. Projekttreffen des Interreg-Projektes AlpLinkBioEco statt. Auf Grund der derzeitigen Lage trafen sich 35 Projektmitarbeiter der 14 Projektpartner nicht wie geplant in Lyon, sondern in einem virtuellen Meetingraum online.

Seit dem letzten Treffen im Oktober 2019 in Linz wurde der Value Chain Generator, eine webbasierte, lernende Software, zur Generierung von Wertschöpfungsketen, stetig optimiert und mit Daten befüllt. Die Projektpartner sammelten etwa 2000 Akteure aus dem Alpenraum und generierten mit Hilfe des Tools mehr als 200 potenzielle “Biolinks”, also spezifische Ideen biobasierter Wertschöpfung. Um die tatsächliche Umsetzbarkeit dieser Biolinks zu testen, werden in einem nächsten Schritt Unternehmen kontaktiert und zu sogenannten piloting sessions eingeladen. Hierbei sollen die Biolink-Ideen im kleinen Kreis relevanten Unternehmen vorgestellt und anschließend hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit und Erfolgsaussicht diskutiert werden. Ziel ist die konkrete Umsetzung neuer Wertschöpfungsketten.

Ein geplanter Policy Synthesis Report wird die bestehenden politischen Richtlinien der teilnehmenden Regionen analysieren. Außerdem wird nach Vorgesprächen mit regionalen Akteuren ein Austausch politischer Entscheidungsträger und Industrievertreter etabliert werden. Dieser wird zu Beginn des nächsten Jahres in einem transnationalen Dialog, in Form eines Alpine Policy Forums, gipfeln.

Das nächste physische Projekttreffen wird voraussichtlich im Herbst 2020 in Lyon stattfinden.

Über das Projekt:
AlpLinkBioEco ist ein Projekt zur Förderung einer nachhaltigen, regionalen Entwicklung im Alpenraum und erhält eine Fördersumme von zwei Millionen Euro aus dem Interreg-Alpine Space 2012-2020 Programm. Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt und läuft noch bis 2021. Ziel des Projektes ist es, eine Strategie für eine biobasierte Kreislaufwirtschaft über Regionalgrenzen hinweg zu entwickeln. Mithilfe eines digitalen Tools (Value Chain Generator) sollen neue, branchenübergreifende Wertschöpfungsketten in den Branchen Holz, Verpackung, Landwirtschaft und Chemie ermittelt und realisiert werden.

Kontakt

Chemie-Cluster Bayern GmbH
Schwanthalerstraße 100
80336 München