29. Mai 2019

Biobasierte Wertschöpfungsketten im Alpenraum

3. Projekttreffen von AlpLinkBioEco in München

Als einziger bayerischer Partner des Interreg-Projektes AlpLinkBioEco – “Linking BioBased Industry Value Chains Across the Alpine Region” begrüßte das Chemie-Cluster Bayern von 16. – 17. Mai 2019 seine 14 Projektpartner aus Baden-Württemberg, Frankreich, Italien, Österreich, Slowenien und der Schweiz.

Das Projekt zur nachhaltigen regionalen Entwicklung im Alpenraum erhält eine Fördersumme von zwei Millionen Euro aus dem Interreg- Alpine Space 2014-20 Programm und läuft noch bis 2021. Innerhalb von drei Jahren wird über Regionalgrenzen hinweg eine Strategie für eine biobasierte Kreislaufwirtschaft entwickelt. In den Branchen Holz, Landwirtschaft, Verpackungen im Lebensmittel und Pharma-Bereich sollen neue, branchenübergreifende Wertschöpfungsketten ermittelt und realisiert werden. Ermöglicht wird dies durch den Value Chain Generator, ein digitales Tool zur Generierung von Wertschöpfungsketten.

Am 14. Juni 2019 wird das White Paper erscheinen. Ziel dieses Dokumentes ist unter anderem die Durchführung einer Analyse zu Kooperationen in der Alpenregion, die Unterbreitung von Vorschlägen zu neuen Geschäftsmöglichkeiten, die Förderung des Informationsaustausches sowie eine Sensibilisierung für die Vorteile und Chancen, die eine biobasierte Wirtschaft mit sich bringt.

Neben der Chemie- und Verpackungsindustrie zielen die Analyseergebnisse des White Papers auf das Potential von Holz und Landwirtschaft ab. Abfälle aus diesen beiden Branchen werden zum Beispiel bisher vor allem für die Energieerzeugung verwendet. Diese könnten jedoch auch für andere Anwendungen genutzt werden.

Bis dato konnten nur wenige branchenübergreifende Wertschöpfungsketten und eine kaum kaskadierte Nutzung von Rohstoffen identifiziert werden, was auf ein unzureichendes Netzwerk an Wirtschaftsakteuren schließen lässt. Um eine höhere Wertschöpfung zu erzielen, empfiehlt das White Paper die Holzressourcennutzung von Energie auf Chemikalien und Materialien zu verlagern. Politische Entscheidungsträger sollten erwägen, diese Verlagerung finanziell zu unterstützen, um kleine Pilotprojekte zur Nutzung lokaler Biomasseressourcen einzuführen und so den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung gerecht zu werden. Darüber hinaus spielen Cluster bei der Knüpfung neuer Geschäftskontakte eine entscheidende Rolle.

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